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01.05.2018 | Albtraum: Laut vorlesen! | Keine Kommentare

tl_files/upload/gfx/blog/Vorlesen_glasses-272399_1280.jpgIst laut vorlesen vor vielen Menschen für dich ein Albtraum?

Spürst du dann vielleicht:
dass du dann deinen Finger unter der Zeile halten musst, damit du sie nicht verlierst
dass deine Augen flattern
einen Druck auf der Brust
einen Klos im Hals und/oder im Magen
Unsicherheit
Angst vor Versagen, z. B. du verliest dich und alle lachen
dass dein Kopf rot wird
dass du den Atem anhältst
du bist zappelig und möchtest am liebsten wegrennen, d.h. auf Toilette

Meist wird beim Vorlesen nach einem Satz oder einem Absatz gewechselt. Zählst du dann vielleicht sogar in Gedanken ab, wann du dran bist? Das heißt, du liest bzw. übst schon den Text, den du dann lesen musst? So bekommst du aber leider nichts von dem Text mit, der gerade gelesen wird und kannst dann den Inhalt auch nicht wiedergeben und mitdiskutieren. Heimlich wünschst du dir, dass in der Schule die Stunde so schnell vorbei ist, dass du nicht mehr drankommst! Selbst wenn du deinen Text geübt hast und schließlich dann an der Reihe bist, kennst du den Sinn deines von dir vorgelesenen Textes nicht, weil du so viel Stress hast.

Diese gerade beschriebene Situation empfinden Kinder und Jugendliche in allen Klassen, auch in der Oberstufe, wenn Lektüren laut vorgelesen werden sollen. Aber auch Erwachsene im Studium oder im Beruf kommen in diesen Stress. Meist haben sie ihn schon in der Schule empfunden und dort nicht gelöst. Der Stress stellt sich immer dann ein, wenn Texte oder Ergebnisse vor kleinen oder großen Gruppen vorgelesen werden müssen. Der Stress zu versagen und die Angst, dass sie ausgelacht werden, wenn sie sich verlesen ist sehr belastend.

Meist sind es Erlebnisse aus der Grundschulzeit, die dies ausgelöst haben:

Kinder in der Klasse haben wirklich schon einmal gelacht oder das Kind hatte am Anfang Schwierigkeiten mit dem Lesen und es wurde immer wieder das Lesen geübt. Der Druck, der von Seiten der Lehrer bzw. Eltern auf das Kind ausgeübt wurde, nahm immer stärker zu. Vielleicht auch das Unverständnis, warum gerade dieses Kind sich so schwer mit dem Lesen tut. Ein Teufelskreis entsteht. Der Stress wird immer größer, das Lesen immer schlechter, der Druck immer höher und die Freude am Lesen ist verloren.

Egal, wie groß der Stress mit dem Lesen ist, es muss nicht immer so bleiben!

Eine liegende Acht kann das Lesen unterstützen und verbessern. Lege dazu ein Blatt Papier quer auf den Tisch. Setze dich gerade davor und halte deinen Kopf gerade. Beginne nun in der Mitte des Blatts einen Bogen nach links oben und dann nach unten. Überkreuze die Mittellinie und male dann einen Bogen von rechts oben nach unten. Wiederhole diese Acht einige Male mit der rechten, dann mit der linken und dann mit beiden Händen (sie fahren hintereinander her). Wichtig ist dabei, die Augen folgen dem Stift.

Mit dieser Übung werden die beiden Gehirnhälften wieder miteinander verbunden und der Stress, den die Augen „empfinden“ wird gelöst. Die Augen können wieder in flüssigen Bewegungen von links nach rechts wandern. Dies ist eine Grundvoraussetzung für ein flüssiges Lesen!

Ich freue mich, wenn meine Tipps immer mehr Schüler, Eltern und auch Lehrer erreichen.

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